Twitterlesung: endlich auch in Hamburg

Januar 13th, 2009

[Link]

Unbestritten ist, dass Hamburg eine Stadt mit unzähligen Attraktionen ist. Was Hamburg jedoch nicht braucht: eine weitere Filiale einer Kaffeebarkette. Was Hamburg allerdings ganz dringend braucht: eine Twitterlesung.

Nachdem das Twitkrit-Team die Hauptstadt bereits zwei Mal mit einem solchen Ereignis beglückt hat, und die Rufe aus der Elbmetropole immer lauter wurden, freuen wir uns, nun endlich auch in der Hansestadt ein Potpourri aus schönen, scheußlichen und bemerkenswerten Tweets präsentieren zu dürfen. Kurzweilig twitteresk wird es:

– Wann? Am Donnerstag, 22. Januar 2009 ab 21 Uhr.
– Wie kann ich mir einen guten Platz sichern? Komm bereits um 20 Uhr, dann ist Einlass. Es gibt gut  gekühltes Bier aus Flaschen und man kann den einen oder anderen Follower so bereits vor der Lesung live und in Farbe begrüßen.
– Wo? In der Hamburger Botschaft, Sternstraße 67, 20357 Hamburg.
– Was kostet der Spaß? Nur 3,- Euro in bar, gern passend, Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

Kommt zahlreich und bringt Eure Freunde Follower mit. Wir freuen uns auf Euch – umgekehrt hoffentlich auch.

Und: wer kommen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar. Die Plätze sind rar.

Endlich: Das Video ist da!

November 28th, 2008

Nach langer langer Zeit ist es also soweit. Das Video zur zweiten Twitterlesung ist tatsächlich noch fertig geworden. Und es hat sich gelohnt zu warten. Es ist verdammt gut! Danke Hobnox!

Nicht dabei sind die Teile mit dem Vorlesen der Twitkrits. Diese können extra auf Twitkrit.de bewundert werden.

Ein verspätetes Fazit

Oktober 21st, 2008


Foto: Tristessedeluxe

Zunächst: Vielen dank an das tolle Publikum, den Veranstalter für die Einladung und die Moderation, das Ori-Team für die tolle Zusammenarbeit und das viele Bier. Wir haben den Abend sehr genossen und sind vollauf zufrieden.


Foto: Blogging Dagger

Ich denke, jetzt haben wir uns eingegroovt. Wir haben natürlich versucht aus der ersten Twitterlesung zu lernen und man kann durchaus sagen, dass wir das geschafft haben. Im Gegensatz zur letzten Lesung waren die Kommentare deswegen auch zu 100% positiv, online wie offline. Mit anderen Worten, die Twitterlesung ist in der Betaphase angekommen und ein abendfüllendes unterhaltsames Format geworden.

Bis zum Hobnox-Mitschnitt kann es noch etwas dauern, denn die Jungs haben derzeit echt viel um die Ohren. Bis dahin präsentieren wir Euch einen kurzen Rundblick auf die Reaktionen in der Webwelt.

Blogposts:
Absolut Friedenau
Berlinblase

Fotos:
Flickrset Dagger
Twitpic Bosch
Flickr Tristessedeluxe, [2]

Videos:
12Seconds Tristessedeluxe
Qik Moeffju, [2]

Das Hobnox-Video wird natürlich sofort hier verlinkt, sobald es fertig ist.

PS: @MatzeLoCal, das behalten wir mal im Hinterkopf …

Hobnox

Oktober 14th, 2008

Es wurden wieder Rufe laut, ob es einen Livestream geben würde. Um es kurz zu machen: Nein. Das Ori ist ein gemütlicher Laden, in dem sich die Anwesenden wohl fühlen werden. Aber er ist vor allem eins: klein. Für ordentliches Livestreaming ist aber eine ganze Crew mit quadratmeterweise Equipment nötig, welches uns diese nette, gemütliche Atmosphäre kaputt machen würde.

Aber kein Grund zur Panik. Ihr werdet dennoch nichts verpassen, denn Hobnox wird vor Ort sein und die gesamte Lesung filmen und später im Netz anbieten. Den Link zu dem Video werden wir hier natürlich nach der Lesung posten.

Größer, lauter, greller

Oktober 6th, 2008

wird es nicht werden, am 16. Oktober im Ori. Dafür aber gemütlicher, kompakter und vor allem kürzer. Ich hoffe, auch in ein paar Punkten besser.

Wir haben inzwischen schon wieder so viel Material aus unseren Timelines destilliert, dass der Kessel zischt und sprotzt und wir uns gezwungen sehen mal wieder Dampf abzulassen, bevor er berstet. Wie versprochen geht also die Twitterlesung in die zweite Runde. Sie wird dabei von einer Twitkritlesung flankiert, so dass die konzentrationsintensiven Mikropoeme ab und zu mindestens viertel-episch aufgelockert werden. Wir verzichten dabei auf jegliche Art von Star- und Special Guests und den Qualitätsmedien haben wir diesmal auch nix gesteckt. Dafür wird das ganze vor allem kuscheliger, was in diesem Fall heißen soll: kleiner und hoffentlich nicht enger. Das, aber, hängt von Euch ab. Wir werden diesmal keine Voranmeldungen sammeln, sondern sagen Euch nur eben kurz bescheid. Jetzt. Hier. Und natürlich auch dort.

Also noch mal zum Mitschreiben:

In der Reihe „Ich fang noch mal an…“ präsentiert die Neuköllner Lesebühne am 16.10.2008 um 20:30 die Twitterlesung. Wir sehen uns im Ori, Friedelstraße 8, nähe U-Bahnhof Hermannplatz.

Epilog

Juli 29th, 2008

Toll war es! Und ja, wir meinen das ernst. Zum einen, weil wir das so empfunden haben (wir hatten ne Menge Spaß), zum anderen, weil es mehr war, als wir erwartet haben. Ja, als wir erwarten konnten.
Tilman Rammstedt
Foto: Katja Klein

Wie macht man eine Twitterlesung? Geht das überhaupt? Das war der Kern der Veranstaltung. Und all die Diskussionen, all das Ausprobieren und Herumkonzepten, der ganze Overhead an Redaktion, den wir dazu machen mussten – all das diente einem einzigen Experiment. Und wir sind der Auffassung – und bisher haben wir kaum Gegenteiliges gehört oder gelesen – das Experiment ist geglückt.

nbi
Foto: Katja Klein
Natürlich war es nicht perfekt. Manche Formate haben nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. In Sachen Timing haben wir uns massiv verschätzt und die Spannungsbögen hätten auch anders als … Ach, was reden wir. Ihr wisst es ja selbst. Das wirklich Überraschende war für uns, dass es auch Teile gab, die die Leute richtig mitrissen, dass sogar die Leute, die bis dato von Twitter nie etwas gehört hatten, sich zumindest in der ersten Hälfte köstlich amüsiert haben. Dass ein „echter Literat“ (TM) die Coolness und den Humor aufbringt, dabei mitzumachen, und dann auch noch Spaß daran hat.

Kurz: Wir sind überglücklich, dass es funktioniert hat, und wir sind dankbar dafür, dass wir gelernt haben, wie es demnächst noch viel besser funktionieren könnte. Denn das Ganze schreit nach einer Wiederholung. Vielleicht in einem anderen Rahmen und mit verbesserter Rezeptur sowieso.

Sascha Lobo
Foto: Gaga Nielsen
Es bleibt eigentlich nur, den Beteilgten zu danken: Johnny Haeusler für seine hervorragende Moderation in seinem sexy tollen Anzug. Tilman Rammstedt für seine überirdisch gute Perfomance und den Mut, sich auf derart dünnes Eis zu begeben. Unseren Specialguests Kaltmamsell, Codepolizei, frank93 und Sillium, die den Orgateamhirnen entsprungenem (und sicherlich noch verbesserungswürdigem) Format der Eigentweetlesung das absolute Maximum herausgeholt haben. An Sillium noch mal einen speziellen Dank, weil die Veranstaltung ohne seinen technischen Sachverstand so gar nicht möglich gewesen wäre. Mario Sixtus vielen Dank, dass Du Sascha Lobo mal stellvertend für uns alle die Meinung gegeigt hast. Danke an Hobnox für den Stream und die Berichterstattung rundherum und an unsere anderen Medienpartner: Tagesspiegel Online und Motor FM für die publizistische Unterstützung.

Und natürlich Euch. Ein wirklich leidensfähiges, geduldiges und humorvolles Publikum, das sich trotz der Längen, der Höhen und der Tiefen, der Hitze (!) und der enormen Konzentrationsleistung, die so eine Twitterlesung einem abfordert, nicht in einen Lynchmob verwandelte.

Euer Twitterlesungsteam,

@Pickihh, @Bosch, @SaschaLobo und @mspro

PS: Wir hoffen, einige von Euch wiederzusehen, wenn wir uns hoffentlich demnächst von der Alpha Version in eine Beta mausern.

 Allgemeine Links:

Einige Reviews:

Tweetnachlese:

Ein Tag namens „Heute“

Juli 26th, 2008

Der große Tag hat aufgehört näher zu rücken und ist jetzt einfach mal da. Gut.

Zeit darauf hinzuweisen, dass wir mit den Anmeldungen bereits am Limit agieren. Wir werden heute im Laufe des Tages die Kommentare schließen. Für Kurzentschlossene heißt das also: Anmelden. Jetzt!

Derweil rutschen schon Armeen von Couch-Potatoes die Cordkissen glatt und fragen sich: Wo ist denn nun der Stream von Hobnox?
Hahaa. Der ist hier!

Ich hoffe, jetzt ist soweit jeder glücklich und wir sehen uns alle heute abend.

Endlich! Twitterlesung.de hat an der Kommunikation gearbeitet!

Juli 24th, 2008

Während da draußen die mediale Welt wegen Obama und Twitterlesung kopfsteht, haben wir im Hintergrund fleißig weiter gewerkelt und ein paar zusätzliche Features in den Abend eingebaut.

Eines davon wurde bereits geheimnisumwoben in die Menge geraunt. Hier nun die Auflösung: unser Stargast wird Tilman Rammstedt sein, der diesjährige und vor kurzem erst gekürte Bachmannpreisträger*. Er wird uns eine Best-of der gesammelten Qualitätstweets vorlesen. Nicht seine eigenen, denn im Gegensatz zu anderen Bachmannpreisträgern twittert er (noch) nicht.

Die zweite gute Nachricht geht an alle, die es nicht auf die Lesung schaffen werden (Ja, wir haben Euch gehört.). Auch Ihr werdet nichts verpassen, denn wir können nun offiziell einen Live-Stream unseres frischgebackenen Medienpartners Hobnox anbieten. Hobnox wird mit der Kamera vor Ort sein und die Darbietungen durch die Router in Euer Wohnzimmer jagen.

Weitere Medienpartner werden Motor FM sowie Tagesspiegel Online sein, die die Veranstaltung exklusiv featuren werden.

Damit sich die allgemeine Stimmung nicht allzu sehr in die gemütliche Kuschelecke verdrückt, hat Mario Sixtus angekündigt, dem Sascha Lobo ordentlich in die Suppe zu spucken. Wir freuen uns also, die trojagleich legendären Wortmassaker zwischen „Sixtus vs. Lobo“ ins Programm aufnehmen zu können.

Des weiteren geben wir bekannt, dass wir kurz vor dem Ausverkauf stehen. Es gibt noch wenige Plätze, aber sicher nicht mehr lange. Zugreifen!

* Der Ingeborg-Bachmann-Preis – für die, die es nicht wissen – ist der renommierteste unter den deutschsprachigen Literaturpreisen.

Pathosverschmierte Ankündigung der eventuell weltweit ersten Twitterlesung

Juli 16th, 2008

Damals! Man entdeckte das Internet – und war verliebt. Glücklich stand man nachts auf, um Online-Überweisungen um 3 Uhr morgens auszufüllen, einfach, weil es ging. Wieviel Quatsch bestellte man auf amazon, weil das Feuer der Begeisterung über die Möglichkeiten loderte. Wie stürmisch die noch bytejunge Liebe Internet war, als man das erste Mal in einen Chat geriet! Diese Zeiten kommen nie wieder. Das müssen sie auch nicht, denn das Netz entwickelt immer neue Features, die die Liebe strapsgleich zu erneuern vermögen. Foren. Wikis. Blogs. Social Networks. Fotoplattformen, Videoclipseiten, Aggregatoren, Metaaggregatoren, Aggregatorenaggregatoren. Aber mal ehrlich: wann blühte die Liebe zum Netz und zur Netzkultur, zur Netzkommunikation, zur Netzgemeinschaft zuletzt so stark wie bei Twitter – ausgenommen vielleicht Blogs?

Die beinahe kindliche Freude über die rasend schnelle, witzige, bereichernde, erbauliche, vernetzte Twitterkommunikation ist mehr als ein Strohfeuer. Twitter stellt eine neue Kommunikationsform dar, die längst überfällige Verschmelzung von Instant Messenger und Community. Twitter ist ein Privat-Nachrichtenticker und ein Privatnachrichten-Ticker. Twitter oder ähnliche Dienste werden so selbstverständlich Teil der digitalen Kommunikation sein wie heute SMS.

Twitter ist also ein Sternchen am Himmel der schriftlichen Kommunikationskultur. Deshalb gibt es das Twitterliteratur-Blog oder Twitteratur-Blog twitkrit.de und deshalb müssen die Freude, die Begeisterung und das endorphingesättigte Gefühl des Twitterns in die Welt getragen werden. Was würde sich dazu besser eignen als eine Twitterlesung, also eine Lesung der witzigsten, unterhaltsamsten, klügsten, weisesten, schönsten, unverschämtesten, unverhältnismässigsten, bescheuertsten, kurz: besten Twitterbeiträge?

Wir, die Veranstalter der Lesung, das Redaktionsteam von twitkrit.de und @saschalobo, haben die in unseren Augen hervorragendsten Vertreter dieser jungen Literaturgattung aus ganz Deutschland als Vortragende gewinnen können:

Der stets latent schlecht gelaunte Textmagier der digitalen Tücken im Alltag, @codepolizei, wird ebenso dabei sein wie der legitime Netznachfolger des Grossaphoristikers Georg Lichtenberg, @frank93. Eigens aus München wird die Cheflakonikerin des deutschsprachigen Internets, @kaltmamsell, anreisen. Zudem wird @sillium, der virtuose Kämpfer des Digitalen Haiku, mit seinen degengleichen Metaphern in die Herzen des Publikums stechen.

Moderiert wird der Abend bezaubernderweise von @spreeblick, also von Johnny Haeusler persönlich, dem Mann, der mit seinem quasihellsichtigen Gespür für Themen und Meme im Netz die zweitmeisten Twitterabonnenten oder Follower im deutschsprachigen Internet an sich binden konnte. Auch die Veranstalter selbst, @pickihh, @mspro, @bosch und @saschalobo werden Tweets vorlesen.

Damit aber nicht genug: wir haben neben den Genannten eine prominente Persönlichkeit als Vorleser für die besten Twitterbeiträge gewinnen können, jemanden, der gleichermaßen für die Hochkultur wie für die Freude an Kommunikation und Modernismus steht; jemanden, der uns bereits nach kürzester Überlegung als aktuell absolute Idealbesetzung einfiel – allein, es handelt sich um eine Überraschung, die erst demnächst (hier) bekannt gegeben wird.

Erscheinen Sie also zahlreich zur eventuell weltersten Twitterlesung am 26. Juli um 20.00 Uhr pünktlich im NBI, Berlin Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 36 in der Kulturbrauerei. Der Eintritt wird schmale 3 Euro betragen – kein hoher Preis, um einem Meilensteinchen der Liveliteraturgeschichte beizuwohnen.

Da es nur 200 Plätze gibt, kann man sich hier per Kommentar anmelden, um einen garantierten Platz zu ergattern.

Ausklang mit Bier und Knutschen garantiert.